Das wirkt. Wie immer.

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Wenn dich deine Kinder fragen, was sein wird, wenn du mal nicht mehr bist. Und du herumdruckst und davon sprichst, in wie ferner Zukunft das erst sein wird, das ist ja schon nicht mehr wahr. Da habt ihr selbst Kinder, die euch diese Frage stellen werden und auch ihr werdet noch Jahrzehnte vor euch haben. Und dann fällt dir ein, dass du noch vor wenigen Wochen (bevor die Medikamente wirkten, bitte lass sie weiter wirken) mit dem Gedanken ganz akademisch spieltest, was wäre, wenn du nicht mehr wärst. Dann wirkt deine Stimme plötzlich so belegt. Du räusperst dich und dein Dreijähriger bringt dir eine Flasche Mineralwasser. Und dann lachst du so in die Flasche, dass du dich und deine Jungs vollsaust. Und du hörst aus der Küche die warnende Frage deiner Frau, ihr macht da doch keinen Unsinn, nicht ihr drei, ihr alle. Dann wirst du leicht hysterisch, das fällt aber nicht auf, weil Kinder offensichtlich dauernd in einem mehr oder weniger expansiven Zustand der Hysterie leben. Am Ende bist du vom Sofa gefallen. Auf eins deiner Kinder, das dann weint. Was dir bleibt ist zu trösten. Und das wirkt. Wie immer. Wie immer. Wie immer.

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